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Was ist Blind Dance Häufige Fragen
Was ist Blind Dance Häufige Fragen
Allgemein

Tanzen als Selbsterfahrung


Im Tanz befreit die Seele den Körper vom Geist.

© Lisz Hirn (*1984)

Mein erster Blind Dance war für mich ein Höhenflug und ein Befreiungsschlag. Fast 20 Jahre meines Lebens schämte ich mich beim Tanzen, weshalb ich maximal mit drei Promille überhaupt in der Lage war, meinen Körper vom Geist zu befreien 😉 .

Auch wenn mir zu Beginn danach zumute war, meinen Geist mit Alkohol zu betäuben, hielt ich mich an das Alkohol Verbot (das sich auch auf alle anderen Drogen bezieht), das für jeden Blind Dance gilt.

Entfesselnde Tänze

Entgegen all meiner Zweifel & Befürchtungen konnte ich während des Tanzes schnell aus dem Kopf in meinen Körper finden und ließ die Musik durch mich hindurch tanzen. Nach fast drei Stunden Blind Dance fühlte ich mich wie berauscht. Eine Mischung aus purer Euphorie, Macht, Freiheit und Glückseligkeit durchflutete noch Tage lang meinen Körper.

Meine “beduselte Gefühlslage” kurz nach dem Blind Dance fotografisch festgehalten.

Ein unbeschreiblich intensives Gefühlserlebnis, das ich in dieser Form nie zuvor gespürt habe. Während eines einzigen Blind Dance Abendes konnte ich die Fesseln meines ganzen Lebens lösen. Zumindest eben bezogen auf meine Angst vorm Tanzen.

Tanzen ist Träumen mit den Beinen

Sprichwort aus Finnland

Bewegende Emotionen

Einen weiteren Tanz zum Thema “Ahnen” verbrachte ich stehend. Mitten im Raum. Um mich herum tobte das Leben und ich stand still. Es wurde wie wild getanzt, gejubelt und gefeiert. Der Boden bebte, während ich die Geschichten, Schicksale und Verluste meiner Ahnen betrauerte. Ich weinte und weinte und die Welt drehte sich weiter. Es war wie “in echt”. Wie damals, als die Welt für mich stehen blieb und sich doch weiter drehte.

In meinem Tanz kam mir erst der Gedanke “Das ist doch eine Tanz- und keine Stehveranstaltung!”, aber ich ließ ihn ziehen. Und in all dem Trubel hielt ich inne, um meine Trauer und das was mit ihr verbunden ist, zuzulassen.

Erinnerungen und Gefühle rasten durch mich durch und legten sich auf meinen Körper, wie ein bleiernes Kleid. Irgendwann befreite ich mich wild tanzend von all der Trauer und fiel friedlich zu Boden, wo mich der Boden sicher eine weitere Stunde, von den Tänzen der anderen bebend, fest hielt und zum Takt der Musik hin und her wog.


Gefühlen non-verbal Ausdruck verleihen

Dass ein bloßer Tanz eine solche Macht haben kann, hätte ich nie für möglich gehalten. So pathetisch es auch klingen mag: Diese Tänze haben mein Leben verändert.

Durch das Tanzen, als eine der ursprünglichsten und heilsamsten Kommunikations- und Ausdrucksformen, haben sich für mich völlig neue Chancen ergeben.

Im Tanz kann ich meinen Gefühlen Ausdruck verleihen, meinen Körper wahr nehmen, mich in Bewegungen ausprobieren und meine Grenzen und Lebendigkeit spüren. Diese non-verbale Form der Selbsterfahrung löst in mir verborgene Emotionen und verwandelt sie in Bewegungen. So lösen sich nicht selten Blockaden zu tiefen Erkenntnissen, begleitet von Frieden, Freiheit, Liebe, Stille und/oder Glück. Manchmal passiert das wie nebenbei, ist locker und leicht, ein anderes Mal ein richtiger Kampf.

Für mich fast das Spannendste an dieser Selbsterfahrung: mein Körper liebt und braucht diese Form der Bewegung. Seit meinem ersten Tanz schreit er förmlich danach und das Tanzen ist zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden.


Hast du Sehnsucht danach, dich endlich frei zu tanzen? Lässt dich das Thema Blind Dance einfach nicht mehr los? Dann nimm an einem unserer Blind Dance Abende oder einer anderen Veranstaltung teil. Eine Übersicht all unserer Veranstaltungen findest du HIER KLICK!

Bei Fragen wende dich gern jeder Zeit direkt an uns oder nutze das Kontaktformular HIER.

Telefon: +49.(0)203.60698918
E-Mail: duisburg@blind-dance.de


Pulsschlagtanz

Feuerfunkendurchleuchtete Nacht,
den Sternenkompass
in der vibrierenden Hand.

Glühende Seele
stampfe noch einmal
mit Siebenmeilenstiefeln
den Pulsschlagtanz!

Ich werde zum Tanz,
und ich werde zum Licht.

Ja, ich werde –
doch wer bin ich?

© Daniel Behrens (*1969)

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